Auszug aus dem Kulturportal Deutschland

Bundesregierung stärkt Kultur- und Kreativwirtschaft




Die Kulturwirtschaft gehört zu den wachstumsstärksten Branchen der deutschen Wirtschaft. Sie bietet Chancen für mehr Arbeitsplätze, Wirtschaftswachstum und Innovation. Um dieses Potenzial weiter auszubauen, hat die Bundesregierung die "Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft" ins Leben gerufen. Koordiniert wird sie vom Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien und dem Bundeswirtschaftsministerium.

Zur Kultur- und Kreativwirtschaft gehören viele Bereiche: Filmproduktionsfirmen und Rundfunksender ebenso wie Journalisten- und Nachrichtenbüros oder die Hersteller von Computerspielen. Auch Werbe- und Designagenturen, Architekturbüros, Verlage sowie Museen und Galerien zählen dazu.

Eine der wichtigsten Wirtschaftsbranchen

Entgegen dem allgemeinen Trend hat sich dieser Wirtschaftszweig auch im Jahr 2008 weiter positiv entwickelt. Dies hat die jüngste Studie zur Kultur- und Kreativwirtschaft gezeigt. Sie wurde im Rahmen der "Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft" erstellt.

Laut Studie ist der Umsatz auf 132 Milliarden Euro, die Zahl der Selbständigen und Unternehmen um 4,3 Prozent gestiegen. Insgesamt sind in diesem Bereich 238.000 Unternehmen und rund eine Million Erwerbstätige beschäftigt. Damit gehört die Kultur- und Kreativwirtschaft zu den wichtigsten deutschen Wirtschaftsbranchen.

» Weitere Informationen zur Studie Kultur- und Kreativwirtschaft

Dynamik durch kreative Kleinunternehmen

Auch zukünftig bietet dieser Wirtschaftszweig große Chancen für mehr Beschäftigung, Wirtschaftswachstum und Innovation. Eine Dynamik, die vor allem auf das Konto der kleinen Unternehmen in dieser Branche geht. Dies ist ein weiteres Ergebnis der aktuellen Studie.

Die Gutachter empfehlen deshalb, kreativen Kleinst- und Kleinunternehmen den Zugang zu den bestehenden Förderprogrammen für den Mittelstand zu eröffnen. Diskutiert wird außerdem die Einrichtung eines übergreifenden Expertennetzwerks, um einzelne Teilbranchen besser beraten und coachen zu können.

Neue Maßnahmen und Projekte entwickeln

Um die wirtschaftliche Bedeutung und die Entwicklungspotenziale dieser Teilbranchen noch besser beurteilen zu können, haben der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien und das Bundeswirtschaftsministerium eine Reihe von Branchenhearings durchgeführt. Für die Veranstaltungen zum "Markt der darstellenden Künste", zur Filmwirtschaft, sowie zu den Bereichen Buchmarkt und Kunstmarkt war der Beauftragte für Kultur und Medien verantwortlich.

Auf der Jahrestagung der Initiative wurde Mitte Juni 2009 eine erste Bilanz gezogen. Auf der Basis dieser Erkenntnisse wird die Bundesregierung weitere Maßnahmen und Projekte entwickeln. Sie sollen die Kultur- und Kreativwirtschaft stärken und ihre Potenziale weiterausbauen.

» Pressemitteilung des Kulturstaatsministers zur Jahrestagung der Initiative

Die Initiative Kultur- und Kreativwirtschaft wurde von der Bundesregierung ins Leben gerufen, um das Potenzial für Wachstum und Beschäftigung in dieser Branche besser nutzen und weiterentwickeln zu können. Koordiniert wird die Initiative vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Beauftragten für Kultur und Medien. Beteiligt sind außerdem das Auswärtige Amt, das Bundesministerium für Justiz, das Bundesministerium der Finanzen, das Bundesministerium für Arbeit und Soziales sowie das Bundesministerium für Bildung und Forschung. Die Zusammenarbeit der Ministerien soll gewährleisten, dass sich die Zuständigkeiten einzelner Ressorts - zum Beispiel für Urheberrecht, Steuern oder soziale Sicherung - im Sinne der gemeinsamen Sache verbinden.

Viele Bereiche schon jetzt gefördert

Der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien fördert schon jetzt eine ganze Reihe von Initiativen und Teilbranchen der Kulturwirtschaft. "Wir haben mit Maßnahmen wie dem Deutschen Filmförderfonds oder der Initiative Musik gezeigt, wie die Kultur- und Kreativwirtschaft erfolgreich gestärkt werden kann. Davon profitieren die Künstlerinnen und Künstler, aber auch und zugleich die Kulturlandschaft und der Wirtschaftsstandort Deutschland", erklärt Kulturstaatsminister Bernd Neumann.

Dies gilt auch für den Deutsche Computerspielpreis, der Ende März 2009 zum ersten Mal verliehen wird. Durch die Auszeichnung pädagogisch und kulturell wertvoller Spiele möchte die Bundesregierung auch die Entwicklung interaktiver Unterhaltungssoftware in Deutschland fördern.

In der Bildenden Kunst unterstützt der Beauftragte für Kultur und Medien zudem eine ganze Reihe von Verbänden und Vereinigungen. Unter ihnen sind der Deutsche Museumsbund, der Deutschen Künstlerbund, der Bundesverband bildender Künstlerinnen und Künstler sowie die Arbeitsgemeinschaft der Kunstvereine.

Zusammenarbeit von Kultur- und Tourismusbranche stärken

Auch durch die Förderung national bedeutsamer Kultureinrichtungen trägt der Beauftragte für Kultur und Medien zur Kulturwirtschaft bei. Als besondere touristische Attraktionen ziehen sie Besucherinnen und Besucher aus dem In- und Ausland an. In der engeren Zusammenarbeit zwischen Tourismus- und Kulturbranche sieht die Bundesregierung neue Chancen für die Kulturwirtschaft. Sie strebt deshalb eine für beide Seiten gewinnbringende Kooperation von Kultur und Tourismus an.

Quelle »
bundesregierung.de: "Bundesregierung stärkt Kultur- und Kreativwirtschaft"

 

 
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