Auswärtige Kulturpolitik
Die auswärtige Kulturpolitik hat die Aufgabe, Aspekte des kulturellen Lebens in Deutschland im Ausland zu vermitteln. Sie versteht sich als Beitrag Deutschlands zur Pflege des internationalen Dialogs zwischen Menschen und Kulturen und orientiert sich dabei an klaren Wertvorstellungen wie Demokratie, Einhaltung der Menschenrechte und Schutz der natürlichen Ressourcen.![]() |
Die auswärtige Kulturpolitik ist demnach ein integraler Bestandteil deutscher Außenpolitik und unterliegt deren Rahmenbedingungen. Zu letzteren gehören das Ende des Kalten Krieges, die deutsche Wiedervereinigung und das Zusammenwachsen Europas ebenso wie die Globalisierung zahlreicher Lebensbereiche.
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Die Federführung für die auswärtige Kulturpolitik liegt beim Auswärtigen Amt, das Strategien und Ziele formuliert. Die Umsetzung liegt in Händen von Mittlerorganisationen wie u.a. Goethe-Institut, Deutscher Akademischer Austauschdienst, Inwent - Internationale Weiterbildung und Entwicklung gGmbH, Institut für Auslandsbeziehungen. Diese Mittlerorganisationen sind auch zusammen mit den großen öffentlich-rechtlichen Sendern mit Auslandsauftrag Deutsche Welle, 3sat und arte Hauptakteure der Auswärtigen Medienpolitik. Ein gemeinsames Dach im Internet für alle Bundesressorts, Mittlerorganisationen und Stiftungen, die im Rahmen der auswärtigen Kulturpolitik tätig sind, bildet Deutsche Kultur International. Darüber hinaus beteiligen sich die Länder, Städte und Gemeinden mit eigenen Programmen, zum Beispiel im Rahmen von Städtepartnerschaften. Zu erwähnen sind auch die Aktivitäten der Kirchen und zahlreicher Stiftungen.
Die auswärtige Kulturpolitik ist keine Einbahnstraße. Sie möchte ebenso fremden Kulturen in Deutschland ein Forum bieten - beispielsweise im Haus der Kulturen der Welt - und unterstützt auf diese Weise das Streben nach mehr Toleranz im eigenen Lande.
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