Deutscher Kulturrat fordert vollen Einsatz für die Kultur, auch in Hamburg
Pressemitteilung
Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist äußerst besorgt über Vorschläge, die eigenständige Kulturbehörde in Hamburg abzuschaffen.
Hamburg steht vor vielen Problemen. Neben Ole von Beust, Erster Bürgermeister Hamburgs, ist auch die Kultursenatorin Karin von Welck zurückgetreten. Zugleich müssen gravierende Einsparungen vorgenommen werden.
Erste Forderungen aus Reihen der CDU wurden laut, die eigenständige Kulturbehörde abzuschaffen. Und das, nachdem in Schleswig-Holstein und jüngst in Nordrhein-Westfalen eigenständige Kulturministerien wieder neu eingerichtet wurden. Die Überlegungen zur Eingliederung der Kultur in die Senatskanzlei stellen eine vollkommene Fehlentwicklung dar und schwächen die durch die Verfassung vorgegebene Verantwortung der Länder für die Kultur.
Der Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zimmermann, sagte: „Der Sparzwang in der Hansestadt und die Schwächung der Kulturbehörde durch den Rücktritt der Kultursenatorin Prof. Dr. Karin von Welck dürfen nicht ausgenutzt werden, um die Kulturbehörde einzusparen. Kultur ist mehr als ein Annex der Senatskanzlei. Die kulturellen Aufgaben, die zukünftig in Hamburg bewältigt werden müssen, können nicht vom Ersten Bürgermeister quasi nebenher erledigt werden. Kultur erfordert vollen Einsatz, auch in Hamburg.“
Kontakt:
Deutscher Kulturrat e.V.
Chausseestraße 103, 10115 Berlin
Fax: 030-24721245
Tel: 030-24728014
E-Mail: post@kulturrat.de
Quelle:
http://www.kulturrat.de
Forum
DEUTSCHER KULTURRAT
Eigenständigkeit der Hamburger Kulturbehörde gefährdet
GOETHE-INSTITUT
Deutschunterricht künftig auch in Oman
DAAD
Professorin Sabine Kunst zur Präsidentin des DAAD gewählt
DEUTSCHE WELLE
Bayreuther Festspiele in Russland
DEUTSCHER BÜHNENVEREIN
Bühnenverein: Kulturstaatssekretär für NRW notwendig
KULTURPOLITISCHE GESELLSCHAFT
Kulturpolitische Mitteilungen zur Lage der Kulturnation
INSTITUT FÜR AUSLANDSBEZIEHUNGEN
Mehr als Vernunft und Sprache – KULTURAUSTAUSCH 3/2010 "e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert" erscheint am 1. Juli 2010
DEUTSCHER KULTURRAT
29.07.2010Eigenständigkeit der Hamburger Kulturbehörde gefährdet
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GOETHE-INSTITUT
23.07.2010Deutschunterricht künftig auch in Oman
Als erstes Land in der Golf-Region führt das Sultanat Oman an den staatlichen Sekundarschulen des Landes Deutsch als zweite Fremdsprache ein. Unterstützt wird es dabei vom Goethe-Institut, das omanische Lehrer für diese Aufgabe qualifiziert und das Projekt über drei Jahre hinweg begleitet. Am 23. Juli haben der Bildungsminister des Sultanats Oman, Saud Mansoor Al-Sulaimi YAHYA, und der Generalsekretär des Goethe-Instituts, Hans-Georg Knopp, in München ein entsprechendes Abkommen unterschrieben.
Bildungsminister Al-Sulaimi betonte die Wichtigkeit dieser Kooperation für das Sultanat: "Die deutsche Sprache spielt für die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere für den Tourismus in Oman eine wichtige Rolle. Ich danke dem Goethe-Institut für seine aktive Rolle in Oman und für die Bereitschaft, die Schulen bei der Lehrerqualifizierung und bei der Qualität des Deutschunterrichts zu unterstützen. Ich konnte mich bei meinem Besuch in Deutschland davon überzeugen," so Al-Sualimi, "wie herausragend das bayerische Bildungssystem ist und freue mich, dass Oman und Deutschland über das Goethe-Institut in diesem Bereich zusammenarbeiten." Der Generalsekretär des Goethe-Instituts dankte dem Bildungsminister für sein Engagement für die deutsche Sprache und seine Bereitschaft, Deutsch als zweite Fremdsprache an den Sekundarschulen einzuführen. "Die Golf-Region ist für die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik besonders wichtig. Für die deutsche Sprache gibt es aber in der gesamten Region noch einen großen Nachholbedarf. Es ist ermutigend, dass Oman hier einen ersten wichtigen Schritt getan hat." Knopp sprach die Hoffnung aus, dass das Beispiel Oman in der Region bald Schule mache und dass auch andere Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar dem Beispiel folgen mögen.
Bildungsminister Al-Sulaimi betonte die Wichtigkeit dieser Kooperation für das Sultanat: "Die deutsche Sprache spielt für die wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere für den Tourismus in Oman eine wichtige Rolle. Ich danke dem Goethe-Institut für seine aktive Rolle in Oman und für die Bereitschaft, die Schulen bei der Lehrerqualifizierung und bei der Qualität des Deutschunterrichts zu unterstützen. Ich konnte mich bei meinem Besuch in Deutschland davon überzeugen," so Al-Sualimi, "wie herausragend das bayerische Bildungssystem ist und freue mich, dass Oman und Deutschland über das Goethe-Institut in diesem Bereich zusammenarbeiten." Der Generalsekretär des Goethe-Instituts dankte dem Bildungsminister für sein Engagement für die deutsche Sprache und seine Bereitschaft, Deutsch als zweite Fremdsprache an den Sekundarschulen einzuführen. "Die Golf-Region ist für die deutsche Auswärtige Kultur- und Bildungspolitik besonders wichtig. Für die deutsche Sprache gibt es aber in der gesamten Region noch einen großen Nachholbedarf. Es ist ermutigend, dass Oman hier einen ersten wichtigen Schritt getan hat." Knopp sprach die Hoffnung aus, dass das Beispiel Oman in der Region bald Schule mache und dass auch andere Länder wie die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Katar dem Beispiel folgen mögen.
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DAAD
09.07.2010Professorin Sabine Kunst zur Präsidentin des DAAD gewählt
Professorin Dr. Dr. Sabine Kunst wird neue Präsidentin des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD). Mit ihrem Amtsantritt am 1. Juli 2010 steht erstmals eine Frau an der Spitze des DAAD. Die Vertreterinnen und Vertreter der insgesamt 232 Mitgliedshochschulen und 123 Mitgliedsstudierendenschaften des DAAD wählten Sabine Kunst bei ihrer Mitgliederversammlung in Bonn mit großer Mehrheit zur neuen Präsidentin. Die 55-Jährige tritt die Nachfolge von Professor Stefan Hormuth an, der im Februar verstorben war.
Sabine Kunst studierte von 1972 bis 1979 Biologie und Politologie sowie von 1979 bis 1982 Wasserbauingenieurwesen an der Universität Hannover. 1982 promovierte sie zunächst zum Dr.-Ing. in der Umweltbiotechnologie im Bereich des Bauingenieur- und Vermessungswesen. Im Jahr 1990 folgte ein weiterer Doktortitel in Politikwissenschaft zum Spannungsfeld von Technikbewertung und Interdisziplinarität. Im selben Jahr habilitierte sie sich an der Universität Hannover. Durch zahlreiche Forschungsaufenthalte weltweit (u.a. in China, Südafrika, Mexiko und Brasilien) erlangte sie ein hohes Maß an internationaler Erfahrung.
Vor ihrer Wahl zur Präsidentin der Universität Potsdam im Januar 2007 war die Wissenschaftlerin zwei Jahre lang als Vizepräsidentin für Lehre, Studium, Weiterbildung und Internationales an der Universität Hannover tätig. Sabine Kunst ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
Für internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Wissenschaft engagiert sich Sabine Kunst bereits mehr als zwei Jahrzehnte. Seit Januar 2008 gehört sie dem Vorstand des DAAD an und ist außerdem Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien.
Quelle:
http://www.daad-magazin.de/143...
Sabine Kunst studierte von 1972 bis 1979 Biologie und Politologie sowie von 1979 bis 1982 Wasserbauingenieurwesen an der Universität Hannover. 1982 promovierte sie zunächst zum Dr.-Ing. in der Umweltbiotechnologie im Bereich des Bauingenieur- und Vermessungswesen. Im Jahr 1990 folgte ein weiterer Doktortitel in Politikwissenschaft zum Spannungsfeld von Technikbewertung und Interdisziplinarität. Im selben Jahr habilitierte sie sich an der Universität Hannover. Durch zahlreiche Forschungsaufenthalte weltweit (u.a. in China, Südafrika, Mexiko und Brasilien) erlangte sie ein hohes Maß an internationaler Erfahrung.
Vor ihrer Wahl zur Präsidentin der Universität Potsdam im Januar 2007 war die Wissenschaftlerin zwei Jahre lang als Vizepräsidentin für Lehre, Studium, Weiterbildung und Internationales an der Universität Hannover tätig. Sabine Kunst ist verheiratet und hat drei erwachsene Kinder.
Für internationale Zusammenarbeit im Bereich Forschung und Wissenschaft engagiert sich Sabine Kunst bereits mehr als zwei Jahrzehnte. Seit Januar 2008 gehört sie dem Vorstand des DAAD an und ist außerdem Mitglied zahlreicher nationaler und internationaler Gremien.
Quelle:
http://www.daad-magazin.de/143...
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DEUTSCHE WELLE
23.07.2010Bayreuther Festspiele in Russland
Deutsche Welle überträgt Eröffnungsfeier gemeinsam mit Partner in Moskau.
Am Sonntag, 25. Juli 2010, überträgt die Deutsche Welle die Eröffnung der Bayreuther Festspiele nach Russland. Die Sendung wird gemeinsam moderiert von Alexej Parin vom Moskauer Partner „Orpheij – Radio Kultura“ und Anastassia Boutsko von der DW. Orpheij ist der bekannteste Klassiksender Russlands und erreicht nach eigenen Angaben rund eine Million Hörerinnen und Hörer unter anderem in Moskau, St. Petersburg, Perm, Wolgograd und Kurgan.
Die Aufführung aus dem Festspielhaus Bayreuth wird vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und von der DW per Satellit ins Moskauer Studio des Partnersenders überspielt. Vor Ort in Bayreuth wird sie vom russischen Moderatorenpaar begleitet und erläutert. In den einstündigen Pausen der „Lohengrin“-Aufführung erfahren die Hörer mehr zum Werk und zu den Festspielen. In Interviews kommen Regisseur Hans Neuenfels, Dirigent Andris Nelsons und die Solisten Annette Dasch und Jonas Kaufmann zu Wort. Der Bayreuth-Marathon beginnt um 15.30 Uhr und endet gegen 22 Uhr.
Im vergangenen Jahr hatten Deutsche Welle und Orpheij die „Meistersinger“ aus Bayreuth präsentiert und am ersten Weihnachtstag in Russland ausgestrahlt. In die USA bringt die DW seit 1988 Opern der Bayreuther Festspiele. Dort werden sie von renommierten Sendern ausgestrahlt, 2009 in New York, Chicago, Atlanta, Philadelphia und San Francisco.
Quelle:
http://www.dw-world.de/dw/arti...
Am Sonntag, 25. Juli 2010, überträgt die Deutsche Welle die Eröffnung der Bayreuther Festspiele nach Russland. Die Sendung wird gemeinsam moderiert von Alexej Parin vom Moskauer Partner „Orpheij – Radio Kultura“ und Anastassia Boutsko von der DW. Orpheij ist der bekannteste Klassiksender Russlands und erreicht nach eigenen Angaben rund eine Million Hörerinnen und Hörer unter anderem in Moskau, St. Petersburg, Perm, Wolgograd und Kurgan.
Die Aufführung aus dem Festspielhaus Bayreuth wird vom Bayerischen Rundfunk aufgezeichnet und von der DW per Satellit ins Moskauer Studio des Partnersenders überspielt. Vor Ort in Bayreuth wird sie vom russischen Moderatorenpaar begleitet und erläutert. In den einstündigen Pausen der „Lohengrin“-Aufführung erfahren die Hörer mehr zum Werk und zu den Festspielen. In Interviews kommen Regisseur Hans Neuenfels, Dirigent Andris Nelsons und die Solisten Annette Dasch und Jonas Kaufmann zu Wort. Der Bayreuth-Marathon beginnt um 15.30 Uhr und endet gegen 22 Uhr.
Im vergangenen Jahr hatten Deutsche Welle und Orpheij die „Meistersinger“ aus Bayreuth präsentiert und am ersten Weihnachtstag in Russland ausgestrahlt. In die USA bringt die DW seit 1988 Opern der Bayreuther Festspiele. Dort werden sie von renommierten Sendern ausgestrahlt, 2009 in New York, Chicago, Atlanta, Philadelphia und San Francisco.
Quelle:
http://www.dw-world.de/dw/arti...
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DEUTSCHER BÜHNENVEREIN
12.07.2010Bühnenverein: Kulturstaatssekretär für NRW notwendig
Der Deutsche Bühnenverein hält es für notwendig, dass auch die neue Landesregierung in Nordrhein-Westfalen einen Kulturstaatssekretär beruft. Die Künstler brauchten in diesen schwierigen Zeiten dringend einen festen Ansprechpartner, der in der Politik verankert und in der Kultur vernetzt ist.
Das Amt des Kulturstaatssekretärs war von der bisherigen Landesregierung eingerichtet worden, nachdem man die Kultur direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt hatte. Der Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff habe dadurch der Kulturpolitik des Landes ein Gesicht gegeben.
Zwar soll nun die Kultur ein eigenes Ministerium bekommen, dieses wird aber als Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport zahlreiche verschiedene Zuständigkeiten haben. Deshalb sei ein Kulturstaatssekretär besonders wichtig. Dies gilt aus Sicht des Bühnenvereins vor allem deswegen, weil Kultur neben Wissenschaft und Bildung eines der wenigen Ressorts ist, in dem die Länder durch ihre Zuständigkeit entscheidende Weichen stellen können.
Deutscher Bühnenverein
Bundesverband der Theater und Orchester
St.-Apern-Straße 17-21
50667 Köln
Tel.: 0221-208 12 27
Fax: 0221-208 12 28
E-Mail: debue@buehnenverein.de
Internet: http://www.buehnenverein.de
Das Amt des Kulturstaatssekretärs war von der bisherigen Landesregierung eingerichtet worden, nachdem man die Kultur direkt dem Ministerpräsidenten unterstellt hatte. Der Kulturstaatssekretär Hans-Heinrich Grosse-Brockhoff habe dadurch der Kulturpolitik des Landes ein Gesicht gegeben.
Zwar soll nun die Kultur ein eigenes Ministerium bekommen, dieses wird aber als Ministerium für Familie, Kinder, Jugend, Kultur und Sport zahlreiche verschiedene Zuständigkeiten haben. Deshalb sei ein Kulturstaatssekretär besonders wichtig. Dies gilt aus Sicht des Bühnenvereins vor allem deswegen, weil Kultur neben Wissenschaft und Bildung eines der wenigen Ressorts ist, in dem die Länder durch ihre Zuständigkeit entscheidende Weichen stellen können.
Deutscher Bühnenverein
Bundesverband der Theater und Orchester
St.-Apern-Straße 17-21
50667 Köln
Tel.: 0221-208 12 27
Fax: 0221-208 12 28
E-Mail: debue@buehnenverein.de
Internet: http://www.buehnenverein.de
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KULTURPOLITISCHE GESELLSCHAFT
16.07.2010Kulturpolitische Mitteilungen zur Lage der Kulturnation
»Kulturnation« – »Staatsnation« ist der Schwerpunkt des aktuellen Heftes der Kulturpolitischen Mitteilungen überschrieben
Im Februar 2010 fand in der Ev. Akademie Loccum das 55. Kulturpolitische Kolloquium »Zur Lage der Kulturnation – Wo sind kulturpolitischer Aufbruch und zivilgesellschaftlicher Gestaltungswille 20 Jahre nach der Wende?« statt. Nach zwei Dekaden gesamtdeutscher Kulturpolitik ging es darum, Bilanz zu ziehen, aber auch den Blick in die Zukunft zu wagen. Die zentralen Beiträge der Tagung sind im Schwerpunkt dokumentiert. Olaf Schwencke etwa wagt den Blick zurück auf die Anfänge der Reflexionen zum »Kulturstaat Deutschland« 1990/91 in Loccum. Wolfgang Thierse bekräftigt das Gemeinsame in der Kultur. Wolfgang Bergem geht der kulturellen Identität der Staatsnation auf den Grund. Tobias J. Knoblich kritisiert die »Kulturnation light«, die Unterhaltung statt Bildung goutiert. Und Kristina Volke fragt nach den Perspektiven des Kulturstaats Deutschland.
Im »Essay« wird von Frank Keil-Behrens und Rainer Jogschies die Hamburger Kultur- und Stadtentwicklungspolitik kritisch unter die Lupe genommen, die in den aktuellen Auseinandersetzungen um die Elbphilharmonie ihr symbolisches Waterloo erleidet.
Im »Stichwort« thematisiert Bernd Wagner die verschiedenen Bemühungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, die Pflichtigkeit kultureller Aufgaben festzuschreiben und so der entsprechenden Infrastruktur mittels Kulturgesetzen das Überleben zu sichern.
Quelle und weitere Informationen:
http://www.kupoge.de
Im Februar 2010 fand in der Ev. Akademie Loccum das 55. Kulturpolitische Kolloquium »Zur Lage der Kulturnation – Wo sind kulturpolitischer Aufbruch und zivilgesellschaftlicher Gestaltungswille 20 Jahre nach der Wende?« statt. Nach zwei Dekaden gesamtdeutscher Kulturpolitik ging es darum, Bilanz zu ziehen, aber auch den Blick in die Zukunft zu wagen. Die zentralen Beiträge der Tagung sind im Schwerpunkt dokumentiert. Olaf Schwencke etwa wagt den Blick zurück auf die Anfänge der Reflexionen zum »Kulturstaat Deutschland« 1990/91 in Loccum. Wolfgang Thierse bekräftigt das Gemeinsame in der Kultur. Wolfgang Bergem geht der kulturellen Identität der Staatsnation auf den Grund. Tobias J. Knoblich kritisiert die »Kulturnation light«, die Unterhaltung statt Bildung goutiert. Und Kristina Volke fragt nach den Perspektiven des Kulturstaats Deutschland.
Im »Essay« wird von Frank Keil-Behrens und Rainer Jogschies die Hamburger Kultur- und Stadtentwicklungspolitik kritisch unter die Lupe genommen, die in den aktuellen Auseinandersetzungen um die Elbphilharmonie ihr symbolisches Waterloo erleidet.
Im »Stichwort« thematisiert Bernd Wagner die verschiedenen Bemühungen auf kommunaler, Landes- und Bundesebene, die Pflichtigkeit kultureller Aufgaben festzuschreiben und so der entsprechenden Infrastruktur mittels Kulturgesetzen das Überleben zu sichern.
Quelle und weitere Informationen:
http://www.kupoge.de
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INSTITUT FÜR AUSLANDSBEZIEHUNGEN
29.06.2010Mehr als Vernunft und Sprache – KULTURAUSTAUSCH 3/2010 "e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert" erscheint am 1. Juli 2010
Über eine Milliarde Menschen weltweit hat Zugang zum Internet. Bei jungen Menschen in Europa verdrängt es Fernsehen und gedruckte Medien als Informationsquelle Nummer eins. Das Internet sorgt für eine weltweite Vernetzung, das globale Wissen wird in einem gigantischen Archiv zusammengefasst. Viele profitieren von den neuen Möglichkeiten der Kommunikation. Gleichzeitig schränken Regierungen, aber auch Konzerne, den Zugang zu Inhalten ein. Wie wir kommunizieren oder arbeiten oder denken: Alles verändert sich im digitalen Zeitalter.
Die neue Ausgabe der Zeitschrift KULTURAUSTAUSCH "e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert" setzt sich in ihrem Schwerpunktthema mit der digitalen Welt aus verschiedensten Blickwinkeln auseinander. Wie verhalten wir uns und wie wirken wir im Netz? Wie steht es um die Verfügbarkeit und den Nutzen von globalem Wissen? Wie frei oder unfrei macht dieses Wissen in demokratischen und nicht demokratischen Ländern?
Aus dem Inhalt
Der chinesische Künstler Ai Weiwei erzählt im Interview, was das Internet in China bewirken kann und wie die digitale Demokratisierung auch in einem autoritären Staat voranschreitet. Der US-amerikanische Technologiekritiker Nicholas Carr beschäftigt sich mit dem virtuellen Ich und die Dichterin Ann Cotten langweilt sich bei Facebook und sucht lieber den Kontakt mit realen Personen und echten Empfindungen.
Abseits der digitalen Welten spricht der frühere israelische Botschafter in Berlin, Avi Primor, über deutsch-jüdische Missverständnisse; Simon Anholt fragt nach dem Sinn von Nation Branding und Henning Mankell erklärt, wie man in Mosambik die Größe von Kindern anzeigt.
Ausgewählte Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie unter www.ifa.de, inklusive weiterführenden Informationen zu Autoren und Themen.
Ab 1. Juli 2010 an ausgewählten Bahnhofs- und Flughafenkiosken erhältlich.
Über KULTURAUSTAUSCH – Zeitschrift für internationale Perspektiven
Seit 1951 erscheint "KULTURAUSTAUSCH – Zeitschrift für internationale Perspektiven" vierteljährlich. Sie wird vom ifa zusammen mit dem ConBrio-Verlag herausgegeben.
Das Institut für Auslandsbeziehungen (ifa) ist die älteste Mittlerorganisation für Auswärtige Kulturpolitik Deutschlands. Es wird gefördert durch das Auswärtige Amt, das Land Baden-Württemberg und die Landeshauptstadt Stuttgart.
Quelle:
http://www.ifa.de/presse/pm/pm...
Die neue Ausgabe der Zeitschrift KULTURAUSTAUSCH "e-volution. Wie uns die digitale Welt verändert" setzt sich in ihrem Schwerpunktthema mit der digitalen Welt aus verschiedensten Blickwinkeln auseinander. Wie verhalten wir uns und wie wirken wir im Netz? Wie steht es um die Verfügbarkeit und den Nutzen von globalem Wissen? Wie frei oder unfrei macht dieses Wissen in demokratischen und nicht demokratischen Ländern?
Aus dem Inhalt
Der chinesische Künstler Ai Weiwei erzählt im Interview, was das Internet in China bewirken kann und wie die digitale Demokratisierung auch in einem autoritären Staat voranschreitet. Der US-amerikanische Technologiekritiker Nicholas Carr beschäftigt sich mit dem virtuellen Ich und die Dichterin Ann Cotten langweilt sich bei Facebook und sucht lieber den Kontakt mit realen Personen und echten Empfindungen.
Abseits der digitalen Welten spricht der frühere israelische Botschafter in Berlin, Avi Primor, über deutsch-jüdische Missverständnisse; Simon Anholt fragt nach dem Sinn von Nation Branding und Henning Mankell erklärt, wie man in Mosambik die Größe von Kindern anzeigt.
Ausgewählte Artikel der aktuellen Ausgabe finden Sie unter www.ifa.de, inklusive weiterführenden Informationen zu Autoren und Themen.
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