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„Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“: Der Klang des Klimas

Ein außergewöhnliches multimediales Musiktheater-Projekt macht den amazonischen Regenwald zum Protagonisten: In Zusammenarbeit mit den Yanomami, eines der letzten großen Naturvölker Brasiliens, entsteht derzeit „Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“. In der Verbindung von Musiktheater, Medienkunst, Technologie und Wissenschaft wird ein neuer Blick auf unterschiedliche Aspekte Amazoniens gewährt: Klimawandel, indigene Kultur und Kosmologie sowie die Zerstörung eines Lebensraums. Das Amazonas-Musiktheater ist eine Koproduktion des Goethe-Instituts, der Münchener Biennale, des ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe und weiterer internationaler Partner. Uraufführung ist am 8. Mai 2010 bei der Münchener Biennale – Internationales Festival für neues Musiktheater. Am 30. März wird das Projekt auf einem Pressegespräch im ZKM Karlsruhe präsentiert.

Der brasilianische Regenwald schrumpft: Jeden Tag wird durch Rodung, Viehzucht, Monokulturen, Energie- und Rohstoffgewinnung eine gigantische Fläche der „grünen Lunge“ zerstört, die der Größe von rund 8.000 Fußballfeldern entspricht. Geht die Entwicklung so weiter wie bisher, ist damit zu rechnen, dass der amazonische Wald bis 2080 größtenteils zerstört ist – mit dramatischen Folgen für das Klima weltweit. „Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“ soll in der künstlerischen Auseinandersetzung mit der Region dazu beitragen, das Bewusstsein der Öffentlichkeit für diesen bedrohlichen Prozess zu schärfen.

Quelle:
http://www.goethe.de/prs/prm/a...

 


„Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“: Der Klang des Klimas

Das multimediale Musiktheater-Projekt ist eine Koproduktion des Goethe-Instituts, der Münchener Biennale, des ZKM Karlsruhe, des SESC São Paulo, der Hutukara Associação Yanomami und des Teatro Nacional São Carlos in Lissabon und wird gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, das Programm „Kultur“ der Europäischen Kommission und die Deutsche Bank.

In drei künstlerisch selbstständigen Teilen macht das Musiktheaterwerk den Regenwald zum Protagonisten: Eine Stimme verleihen ihm nicht nur die multimedialen Kunstwerke der deutschen und brasilianischen Künstler und Wissenschaftler sondern mit den Yanomami auch die Angehörigen eines der letzten Naturvölker, die den Norden Amazoniens bewohnen. Die 33.000 Yanomami bilden eine Sprach- und Kulturgemeinschaft, die im Grenzgebiet von Brasilien und Venezuela lebt. Gemeinsam mit ihnen entwickeln europäische und brasilianische Medienkünstler, Komponisten, Soziologen und Anthropologen seit 2006 ein Konzept für „Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“, das aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und die indianische Kosmologie und Spiritualität gleichermaßen einbeziehen soll. Bemerkenswerte, bislang unerforschte Parallelen zwischen der westlichen und der indigenen Welt treten dabei zu Tage.

Die Komponisten Klaus Schedl, Tato Taborda und Ludger Brümmer sowie die beteiligten Medienkünstler aus Brasilien und vom ZKM entwickeln den Begriff eines multimedialen Musiktheaters konzeptionell neu: Zeitgenössisches Musiktheater und Medienkunst fließen ineinander, Musik wird sichtbar, Bilder und Daten hörbar. Die Komponisten laden das Publikum ein, durch ihre Musik unbekannten Tönen, Geräuschen und Klängen zu begegnen.

Nach der Uraufführung am 8. Mai 2010 auf der Münchener Biennale wird „Amazonas – Musiktheater in drei Teilen“ noch bis 12. Mai in München und vom 21. bis 25. Juli in São Paulo gezeigt. Weitere Aufführungen sind im Oktober in Lissabon geplant. Begleitend wird es ein breit angelegtes Vermittlungs-Programm mit einer eigenen Internet-Community auf der Projektwebsite www.amazonas-musiktheater.org, Publikationen und Unterrichtsmaterialien für Erwachsene und Lehrer sowie speziellen Angeboten für Schüler zu den Themen Musiktheater und Multimedia und zur Frage der Erhaltung der indigenen Kulturen und des Regenwalds geben. Eine ausführliche Dokumentation des Amazonas-Musiktheaters mit Artikeln zu Medienkunst, Neuer Musik und Klimawandel, Bildstrecken aus dem Amazonas, Videos über die Entstehung des Projekts sowie Interviews mit den beteiligten Künstlern bietet die Website www.amazonas-musiktheater.org.

Am 30. März 2010 um 14 Uhr wird das Amazonas-Musiktheater im Rahmen eines Pressegesprächs im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe präsentiert.
Es sprechen: Joachim Bernauer (Leiter Goethe-Institut Lissabon und Projektkurator), Peter Ruzicka (Künstlerischer Leiter der Münchener Biennale), Laymert Garcia dos Santos (Philosoph und Soziologe, São Paulo) und Peter Weibel (Leiter ZKM Karlsruhe).
Der Komponist Ludger Brümmer (Leiter Institut für Musik und Akustik am ZKM Karlsruhe) und der Medienkünstler Bernd Lintermann (Leiter Institut für Bildmedien am ZKM Karlsruhe) stellen die musikalische Gestaltung und die Technologie vor, die für den dritten Teil des Musiktheaterstücks am ZKM entwickelt wurden. Darüber hinaus wird es die Möglichkeit geben, den Proben zum dritten Teil beizuwohnen.

„Amazonas – Musiktheater in drei Teilen” ist eine Koproduktion des Goethe-Instituts, der Münchener Biennale, des ZKM Karlsruhe, des SESC São Paulo, der Hutukara Associação Yanomami und des Teatro Nacional São Carlos, Lissabon. Kooperationspartner: Operadays Rotterdam und Netzzeit (Wien). Gefördert durch die Kulturstiftung des Bundes, das Programm „KULTUR” der Europäischen Union, die Deutsche Bank und die Fundaçao EDP. Medienpartner: ARTE und Deutschlandradio Kultur.

Quelle:
http://www.goethe.de/prs/prm/a...  

 

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