Schloss Friedenstein in Gotha bildet mit seinen Sammlungen und Anlagen sowie zahlreichen Gebäuden ein einzigartiges barockes Universum. Der Bund fördert Sanierung und Neukonzeption dieses Ensembles. Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat sich vor Ort informiert.
Nicht nur Schloss Friedenstein, sondern auch weite Bereiche der historischen Anlagen und Museen werden zurzeit umfassend saniert und neu strukturiert. Der Bund fördert die Wiederherstellung und Neukonzeption des barocken Universums Gotha seit mehreren Jahren.
Anlass für den Besuch des Kulturstaatsministers war jetzt der Start der Bauarbeiten für das sogenannte Perthes-Forum. Es soll in den historischen Räumen der ehemaligen Verlagsanstalt von Justus Perthes entstehen. Sie sind nicht durch die Gothaischen Genealogischen Taschenbücher, kurz "Der Gotha", sondern auch die Herausgabe von Karten und Atlanten weltberühmt.
Mehr Platz für Depot und Archiv
Im Perthes-Forum werden künftig das zentrale Depot und Archiv sowie Büros und Restaurierungsateliers untergebracht. Dies bedeutet eine Entlastung der anderen Gebäude, die vor allem den historischen Räumen von Schloss Friedenstein zu gute kommen wird. An der Einrichtung des Perthes-Forums als Zentraldepot beteiligt sich der Bund mit 5 Millionen Euro.
Aktuelle Nachrichten
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Kulturelles Erbe: Zu Besuch im barocken Universum Goth
BKM
Ausstellung: "Mario Adorf - böse kann ich auch"
NACHRICHTEN AUS DER KULTURPOLITIK
Kulturstaatsminister Bernd Neumann bekräftigt Engagement des Bundes bei der Neukonzeption Barockes Universum Goth
BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
03.02.2012Kulturelles Erbe: Zu Besuch im barocken Universum Goth
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BKM
03.02.2012Ausstellung: "Mario Adorf - böse kann ich auch"
Mario Adorf ist einer der prominentesten deutschen Schauspieler. 2009 hat er sein Archiv der Akademie der Künste geschenkt. Teile davon sind jetzt in einer Ausstellung zu sehen, die Einblicke in eine große Karriere und 60 Jahre Filmgeschichte verspricht.
Angefangen hat alles vor fast sechzig Jahren. Nach der Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München übernahm Adorf erste Film- und Theaterrollen. 1957 begann seine Kinokarriere als Frauenmörder in Robert Siodmaks "Nachts, wenn der Teufel kam". Schon bald war Adorf als Bösewicht in italienischen Mafiafilmen und europäischen Western bekannt.
Fast sechs Jahrzehnte Filmschaffen
Ein Rollenklischee, dem er sich jedoch zu entziehen wusste. Adorf spielte Helden und Gangster, aber auch Dandys und Patriarchen. Er arbeitete mit international renommierten Regisseuren wie Sam Peckinpah, Billy Wilder und Claude Chabrol und immer wieder mit deutschen Autorenfilmern wie Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff. Unvergessen sind seine Auftritte in populären Fernsehfilmen wie "Kir royal" oder "Der große Bellheim".
Adorf war in über 220 Film- und 60 Theaterrollen zu sehen. Der Schauspieler, der auch als Autor und Chansonnier in Erscheinung getreten ist, kann heute auf eine fast sechs Jahrzehnte dauernde internationale Karriere zurückblicken. Ihren Niederschlag fand sie in einem umfangreichen privaten Archiv, das der Schauspieler 2009 der Akademie der Künste geschenkt hat.
Angefangen hat alles vor fast sechzig Jahren. Nach der Ausbildung an der Otto-Falckenberg-Schule in München übernahm Adorf erste Film- und Theaterrollen. 1957 begann seine Kinokarriere als Frauenmörder in Robert Siodmaks "Nachts, wenn der Teufel kam". Schon bald war Adorf als Bösewicht in italienischen Mafiafilmen und europäischen Western bekannt.
Fast sechs Jahrzehnte Filmschaffen
Ein Rollenklischee, dem er sich jedoch zu entziehen wusste. Adorf spielte Helden und Gangster, aber auch Dandys und Patriarchen. Er arbeitete mit international renommierten Regisseuren wie Sam Peckinpah, Billy Wilder und Claude Chabrol und immer wieder mit deutschen Autorenfilmern wie Rainer Werner Fassbinder und Volker Schlöndorff. Unvergessen sind seine Auftritte in populären Fernsehfilmen wie "Kir royal" oder "Der große Bellheim".
Adorf war in über 220 Film- und 60 Theaterrollen zu sehen. Der Schauspieler, der auch als Autor und Chansonnier in Erscheinung getreten ist, kann heute auf eine fast sechs Jahrzehnte dauernde internationale Karriere zurückblicken. Ihren Niederschlag fand sie in einem umfangreichen privaten Archiv, das der Schauspieler 2009 der Akademie der Künste geschenkt hat.
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NACHRICHTEN AUS DER KULTURPOLITIK
03.02.2012Kulturstaatsminister Bernd Neumann bekräftigt Engagement des Bundes bei der Neukonzeption Barockes Universum Goth
Kulturstaatsminister Bernd Neumann hat heute gemeinsam mit der thüringischen Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht und dem Gothaer Oberbürgermeister Knut Kreuch die Stiftung Schloss Friedenstein besucht.
Der Staatsminister bekräftigte dabei das Engagement des Bundes bei der Neukonzeption und den Sanierungsmaßnahmen: „Schloss Friedenstein ist mit seinen kostbaren Sammlungen ein Glanzlicht in der reichen Kulturlandschaft Deutschlands. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm für das Barocke Universum Gotha wird es gelingen, dieses einzigartige kulturelle Erbe mit seinen Schätzen nicht nur zu bewahren, sondern der Stiftung zu einer angemessenen Präsentation ihrer einmaligen Sammlungen zu verhelfen. Bei den von Bund, Land und der Stadt Gotha zur Verfügung gestellten Sondermitteln in Höhe von 31,159 Mio. Euro beteiligt sich mein Haus mit 10 Mio. Euro. Im Vordergrund stehen hier die Sanierung des ehemaligen Herzoglichen Museums sowie die Einrichtung eines Zentraldepots der Stiftung im Perthes-Verlagsgebäude.“
„Das Engagement des Bundes betrifft aber nicht nur Gebäude, sondern auch die in ihnen befindlichen einmaligen Sammlungen,“ betonte der Kulturstaatsminister weiter. „Mit den Geldern von Bund, Land und Kulturstiftung der Länder konnte der Teil der bedeutenden fürstlichen Münzsammlung angekauft werden, der sich noch in Familienbesitz befand. Der BKM hat sich bei dem Ankauf mit 500.000 Euro beteiligt.“
Nach dem Besuch des Perthes-Forums wurden mit der Enthüllung des Bauschildes die Umbau- und Sanierungsarbeiten für das künftige Zentraldepot gestartet. Schloss Friedenstein beherbergt als größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands eine Gemäldesammlung, eine bedeutende Forschungsbibliothek, das erste Sprechtheater der deutschen Theatergeschichte, ein Münzkabinett sowie das Thüringische Staatsarchiv Gotha. Das südlich vom Schloss gelegene Herzogliche Museum und das Perthes-Forum werden grundlegend saniert. Sie sind Teil des Projektes Barockes Universum Gotha und werden aus dem Etat des Kulturstaatsministers mit jeweils 5 Mio. Euro gefördert.
weitere Informationen:
http://www.stiftungfriedenstein.de
Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...
Der Staatsminister bekräftigte dabei das Engagement des Bundes bei der Neukonzeption und den Sanierungsmaßnahmen: „Schloss Friedenstein ist mit seinen kostbaren Sammlungen ein Glanzlicht in der reichen Kulturlandschaft Deutschlands. Mit dem Sonderinvestitionsprogramm für das Barocke Universum Gotha wird es gelingen, dieses einzigartige kulturelle Erbe mit seinen Schätzen nicht nur zu bewahren, sondern der Stiftung zu einer angemessenen Präsentation ihrer einmaligen Sammlungen zu verhelfen. Bei den von Bund, Land und der Stadt Gotha zur Verfügung gestellten Sondermitteln in Höhe von 31,159 Mio. Euro beteiligt sich mein Haus mit 10 Mio. Euro. Im Vordergrund stehen hier die Sanierung des ehemaligen Herzoglichen Museums sowie die Einrichtung eines Zentraldepots der Stiftung im Perthes-Verlagsgebäude.“
„Das Engagement des Bundes betrifft aber nicht nur Gebäude, sondern auch die in ihnen befindlichen einmaligen Sammlungen,“ betonte der Kulturstaatsminister weiter. „Mit den Geldern von Bund, Land und Kulturstiftung der Länder konnte der Teil der bedeutenden fürstlichen Münzsammlung angekauft werden, der sich noch in Familienbesitz befand. Der BKM hat sich bei dem Ankauf mit 500.000 Euro beteiligt.“
Nach dem Besuch des Perthes-Forums wurden mit der Enthüllung des Bauschildes die Umbau- und Sanierungsarbeiten für das künftige Zentraldepot gestartet. Schloss Friedenstein beherbergt als größte frühbarocke Schlossanlage Deutschlands eine Gemäldesammlung, eine bedeutende Forschungsbibliothek, das erste Sprechtheater der deutschen Theatergeschichte, ein Münzkabinett sowie das Thüringische Staatsarchiv Gotha. Das südlich vom Schloss gelegene Herzogliche Museum und das Perthes-Forum werden grundlegend saniert. Sie sind Teil des Projektes Barockes Universum Gotha und werden aus dem Etat des Kulturstaatsministers mit jeweils 5 Mio. Euro gefördert.
weitere Informationen:
http://www.stiftungfriedenstein.de
Quelle:
http://www.bundesregierung.de/...
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